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January 27 2012

22:07

January 20 2012

20:48

January 18 2012

18:35

January 17 2012

10:36

January 16 2012

20:16

January 15 2012

13:46

January 11 2012

21:00

Mit der Mauer fielen auch unsere Stars (3)

Der meistgespielte DDR-Schlager stammte vom Duo Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler und hiess „Das war ein Meisterschuss“. Im sehr einfach gehaltenen Text wird die Geschichte eines Jaegers erzaehlt, welcher zunaechst einen Hirsch verfehlte und das Wildschwein traf. Mit diesem Jagdglueck beeindruckte er die ueppige Wirtin des Gasthauses so sehr, dass er ihr Herz ebenfalls nicht verfehlte und sie anschliessend immer runder wurde. Meisterschuesse ohne Ende. Auch wenn in der Realitaet die Gasthausdichte eher duenn und das Jagen im volkseigenen Forst unueblich unterhalb der Parteifunktionaers-Ebene war, zeigte sich das Kulturland DDR von seiner besten Seite. Weitere beliebte Hits des Berliner Duos waren „Auf die Baeume, Ihr Affen, der Wald wird gefegt“ und „Keine Bange, wir holen eine Zange“. Alles Titel, zu denen der Buerger der DDR in seiner reichlichen Freizeit ausgeprochen gern schunkelte. Aeltere Leser_innen erinnern sich vermutlich mit gemischten Gefuehlen an die zahlreichen Auftritten im „Kessel Buntes“ oder in der Weihnachtssendung „Zwischen Fruehstueck und Gaensebraten“. Im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen sozialistischen Vorzeigekuenstlern sind Hauff & Henkler auch etwas weniger gefallen und fristen ihr jetziges Dasein nicht mehr ausschliesslich aus Auftritten in Moebelhaeusern oder bei der Linkspartei. Buehnengroessen von 4x3m sind bei ihren Auftritten ebenso selbstverständlich wie eine abschliessbare Garderobe Voraussetzung. Nach dem Ende der DDR und der Sicherheit, auch mit maessigen Darbietungen in der kulturellen Oednis ein sicheres Auskommen zu haben, schwenkte das Paar, welches uebrigens Wert darauf legt, dass ihre Beziehung eine rein Geschaeftliche ist, und erweiterte sein Repertoire in Richtung Volksmusik und Country. Auch nach 40 Jahren gemeinsamer Auftritte sind Hauff und Henkler ein Garant fuer Spitzenstimmung! Dieser Artikel erschien ebenfalls im starblog - magazin fuer Sport und Freizeit starblog.olifani.de/archives/2100

January 10 2012

07:07
Warschauer Straße 2000
das Empfangsgebäude wurde Ende 2004 abgerissen.

December 29 2011

20:56

Warum nur dieser Hass?

Ein Lehrstueck deutscher Befindlichkeiten. Vier Schueler, von denen in der Boulevardpresse nicht viel mehr bekannt wird, als dass sie Schueler sind und migrantischen, das heisst nichtdeutschen, Background haben, treffen auf zwei volltrunkende Handwerker am U-Bahnof Lichtenberg. Nach Aussagen der Schueler gruessen diese mit „Sieg Heil“. Unbestritten ist, dass die zwei Maler mit Kantenhaarschnitt und Hansa-Rostock-Pullovern kurz danach zu Boden gehen, nachdem die Schueler sie als „Scheiss-Nazis“ bezeichnet hatten. Einer der Angegriffenen, Marcel R., liegt mehrere Monate im Koma und erinnert sich an nichts. Natuerlich auch nicht, ob er denn mit Sieg Heil provoziert hat oder eventuell Auslaender nicht so leiden kann. Ein weiterer Passant, der unerkannt bleibt und dessen arische Herkunft nicht verbuergt ist, hatte dem am Boden Liegenden noch die Jacke geklaut. Zum Liebling der Regenbogenpresse avanciert hingegen ein Mitglied der Bandidos, welcher den zweiten Angegriffenen durch seine blosse Erscheinung vor weiteren Schlaegen bewahrt haben will. Die Schwester des Angegriffenen laesst sich nur allzu bereitwillig fuer die anschliessende rassistische Kampagne der Berliner Lokalpresse einspannen. Zu den Auftritten der NPD und der Kameradschaften zum gleichen Thema schweigt sie hingegen wohlwissend – eine Demonstration der Nazis am Bahnhof Lichtenberg findet trotz weniger Tage Mobilisierung breite Zustimmung in der Bevoelkerung. Die nicht vorbestraften Schueler erhielten letzte Woche Jugendstrafen zwischen vier und sechs Jahren. Dass Verhandlungen nach Jugendrecht grundsaetzlich unter Ausschluss der Oeffentlichkeit stattfinden und dass die Hoechststrafe in einem solchen Verfahren 10 Jahre betraegt, verschweigt die buergerliche Presse. Das Motiv „Deutschenhass“, auf welches sich die Anklage berief, sei allerdings nicht ausreichend beweisbar gewesen. Die Vermutung, dass dieser Vorwurf nicht weiter verfolgt wurde, weil sonst auch die Gesinnung der Angegriffenen ins Licht der Oeffentlichkeit haette geraten koennen, liegt nahe. Zur Randepisode des Verfahrens gehoert, dass einer der Pflichtverteidiger ein gewisser Karsten Rausch ist, welcher auch als Presserefent der rechtsextremen Deutschen Burschaft bekannt ist. Dieser schreibt neben gluehenden Grussbotschaften an die Junge Freiheit auch mehr oder weniger wissenschaftliche Abhandlungen, wer nach Meinung der Burschenschaftler zum deutschen Volkskoerper gehoert. So wird er sich auch sehr sicher gewesen sein, dass sein Mandat kein Mitglied eben dieser sein sollte. Die Ernsthaftigkeit seines rechtsanwaltlichen Engagement darf also in Frage gestellt werden. Von Thorben P. hingegen ist so einiges bekannt. Ein Gymnasiast, der etwas ueber den Durst trinkt und aus gutem, das heisst deutschem, Hause stammt. Leider geriet der sonst ruhige und unauffaellige Jugendliche am 23.4. mit einem anderen Fahrgast auf dem U-Bahnhof Friedrichsstrasse in Streit, in dessen Verlauf Thorben P. dann mehrfach auf diesen eintrat und ihn schwer verletzte. Kein Wort verliert die Presse, ob der Angegriffene im Koma lag oder welche Verletzungen er ueberhaupt zugefuegt bekam. Thorben P. erhielt fuer diese brutale Tat eine Haftstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten. Allerdings hat er nicht einen einzigen Tag davon absitzen muessen, da diese zur Haftverschonung gegen polizeiliche Meldepflicht ausgesetzt war. Der verhandelnde Richter stellte noch im Gerichtssaal in Aussicht, dass die Strafe nach einem Drittel zur Bewaehrung ausgesetzt wird. Nico A. , der Mittaeter von Thorben, welcher ebenfalls auf das Opfer einschlug und einen sich einmischende Zeugen in den Ruecken trat, sodass dieser zu Boden ging, wurde zu einer Geldstrafe von 250 Euro verurteilt und muss an einem Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen. Ein Schelm, dem dabei der Gedanke an seine naechsten Opfer kommen wuerde. Natuerlich verbietet sich hier der Ruf nach einer hoeheren Strafe fuer Thorben P. Gleiches Recht heisst hier: Ein „ 18-jähriger Kenianer, ein gleichaltriger Kosovare, ein 17-jähriger Deutsch-Iraker und ein 15-jähriger Bosnier“ bekommen mehrjaehrige Haftstrafen fuer eine Tat, fuer die ein 18-jaehriger Deutscher sich zweimal die Woche bei seiner zustaendigen Polizeiwache zu melden hat. Jemanden, der „Sieg-Heil“ ruft, als Nazischwein zu bezeichnen, wird zum Motiv „Deutschenhass“ umgedichtet und dient als Indiz fuer einen Mordversuch aus niederen Motiven. Man kann gar nicht soviel essen, wie man kotzen moechte. Starblog wuenscht allen Leserinnen und Lesern einen Guten Rutsch und auch 2012: Do the right thing! Dieser Artikel ist im starblog erschienen. http://starblog.olifani.eu/archives/2094

December 25 2011

22:45

December 10 2011

19:59
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Video 10.12.11 20 52 38.mov

December 09 2011

21:40
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Video 09.12.11 22 13 52.mov

December 03 2011

21:06

my free baerchen-farm (2)

Einen Tag nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Der Baer will ans Tageslicht. Ein deutlicher Riss am unteren Ende der Bruthoehle. Winnie Puch draengt es zu den Genossen!

Im Dienst der Wissenschaft werden hier weder Kosten noch Muehe gescheut und modernste Filmtechnik eingesetzt. Kein Detail des wunderbaren Vorgangs bleibt verborgen!


20:19
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das wunder der geburt

December 01 2011

21:26

my free baerchen-farm (1)

Heute beginnt die angekuendigte und mit Spannung erwartete Baerchenzucht. Die Anleitung auf der Verpackung ist ja recht eindeutig. Ei ausgepackt, ins Wasser stecken und auf das dicke Kind warten. Die Erfahrungen aus dem letzten Versuch lehrten uns aber, dass wir etwas mehr Geduld haben muessen als die angekuendigten 3 Tage bis zur vollstaendigen Entfaltung. Baeren sind ja bekanntlich auch eher Nesthocker.
Das im Hintergrund sind natuerlich die Genossen Thaelmann und Lenin, unter ihren wachsamen Augen kann ja nicht mehr so viel schiefgehen. Hier gehts ja schliesslich nur um das Aufpeppeln der Baerenqualle und nicht um utopische Gesellschaftsentwuerfe.

01bae 02bae 03bae 04bae

November 23 2011

18:56

winni puch

Demnaechst wird hier auch wieder rumgezuechtet. Diesmal ein freundliches Wesen, passend zum Blog.

20111123-203412.jpg

November 21 2011

02:27

November 19 2011

09:31

November 17 2011

23:07

26.2

Die Urspruenge des modernen Marathonlaufs gehen auf die Legende zurueck, nach der ein Athener nach der Schlacht gegen die Perser bei Marathon nach Athen gelaufen sei und dort mit den Worten ‘Wir haben gesiegt’ tot zusammenbrach. Die Geschichte ist bis auf den Sieg der Athener frei erfunden, die Laenge des Weges, den der Bote zuruecklegen musste, lag auch nur bei ca. 34km.
Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen 1896 wurde der Marathonlauf ueber eine Distanz von 40km ausgetragen, da dieser an der Strasse am Meer entlang fuehrte.
Die heutige Streckenlaenge von 42,195km ist der Eitelkeit des englischen Koenigshauses geschuldet, welches den Lauf bei der Olympiade 1908 am Schloss Windsor entlang fuehren liess und darum die Verlaengerung benoetigte.
Waehrend fuer Hobbysportler wie mich gemeinhin die 4:00h als Schallgrenze fuer die Absolvierung des Laufs gelten, liegt der aktuelle Weltrekord der Maenner bei 2:03. Soweit die Vorgeschichte zur Geschichte.

Seit geraumer Zeit laufe ich und habe in den letzten 4 Jahren an ca. 15 Halbmarathons und mehrere 25km-Wettkaempfen teilgenommen. Mein Trainingspensum war allerdings eher mittelmaessig und so waren auch die Ergebnisse nicht wirklich ueberragend.
Nachdem ich im letzten Jahr schon mit dem Gedanken gespielt hatte, beim Marathon in Warschau mitzulaufen, musste es dieses Jahr sein. Wir werden ja alle nicht juenger.
Ich zog ab Anfang des Jahres die Trainingsfrequenz an. Ich bin im Januar nach Portugal gefahren, um zu laufen und habe ab ca. Ende Mai einen strengen Trainingsplan absolviert. Ich bin mindestens 4 Mal die Woche gelaufen und zusaetzlich laengere Strecken mit dem Rennrad gefahren und geschwommen. Parallel habe ich mich ausgesprochen ausgewogen ernaehrt und keinen Alkohol getrunken, dem ich vorher eher zugeneigt war.
Meine Zeiten wurden mit zunehmender Trainingsdauer deutlich besser, bei meinen letzten Halbmarathon im September war ich 20 Minuten schneller als im Maerz beim Vattenfall Halbmarathon. Allerdings war der Maerzlauf einer meiner schlechteren Laeufe, was den Trainingsschub aber nicht mindern soll.
Ich tracke meine Trainingseinheiten mit einer GPS-Anwendung und habe mir dort auch ein Programm erstellen lassen, welches auf eine Marathonzeit von 3:45h abzielt. Das hielt ich allerdings fuer zu ambitioniert. Ein hochgestecktes Ziel motiviert mich aber eher.
Das Trainingskonzept steigert die Laufdistanz in Wochenendlaeufe bis auf 33km 3 Wochen vorm Marathontermin und versucht, durch verschiedene Intervalllaeufe in der Woche, Tempohaerte zu erzielen. Im Gegensatz zu den uebrigen virtuellen Teilnehmer_innen war ich ein fast vorbildlicher Absolvent und habe bis auf wenige Ausnahmen fast alle Einheiten absolviert. Hin und wieder geriet der Trainingsplan in Konflikte mit Radtouren, die ich am Wochenende ebenfalls fahren wollte.

Es gab mehrere Ungewissheiten fuer meine Teilnahme am Athens Classic Marathon. Ich machte mir im Vorfeld vor allem Sorgen wegen des Wetters, welches in Griechenland auch im November durchaus noch zu warm zum laufen sein kann. Ausserdem ist die Strecke recht anspruchsvoll, da es bis zu km 31 fast ausschliesslich und teilweise erheblich bergauf geht. Und natuerlich die Geschichten vom sprichwoertlichen Holzhammer, der bei Kilometer 35 kommen soll und bei dem meditative Faehigkeiten verlangt werden, um weiterlaufen zu koennen.
Um es vorwegzunehmen: Der Hammer kam nicht. Ich habe zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise daran gedacht, den Lauf abzubrechen und bin teilweise euphorisiert gelaufen. Die letzten 10 Km waren meine Schnellsten der Gesamtstrecke.
Das Wetter war so ungewoehnlich kalt, dass ich beim Start so fror und einen Krampf im Kiefer bekam. Hoert sich albern an, ist aber unangenehm. Es ging fast allen startenden ca. 8500 Laeufer_innen aehnlich, von denen spaeter 6700 ins Ziel kommen sollten.
Aus nicht nachvollziehbaren Gruenden war ich im letzten Startblock eingeteilt, was Zufall sein kann, da ich auch keine Logik bei den anderen Leuten im Block erkennen konnte. Es wurde in Intervallen in 7 Bloecken im Abstand von je 4 Minuten gestarted. Ich stand weit hinten und war einer der letzten, die in Marathon losliefen. Dementsprechend war meine erste Minute sehr schlecht.
Vorher hatte ich mir verschiedene Taktiken zurechtgelegt. Die sichere waere, sehr langsam zu beginnen und dann mittelmaessig durchzulaufen, um das Ziel zu erreichen. Die riskantere war, von Anfang an auf eine Kilometerzeit von <=5 Minuten zu laufen und die Gefahr in Kauf zu nehmen, spaeter etwas langsamer zu werden und bergab auf Tempo zu setzen. Ich entschied mich fuer Risiko.
Vorher hatte ich mir die Zeiten ausgerechnet, die ich fuer die angestrebten 3:45h gebraucht haette und mich mangels Excelfaehigkeiten verrechnet. So ging ich irrtuemlich von 5:05 Min/Km aus, die ich fuer diese Zeit gebraucht haette. Ich tracke den Lauf per GPS und weiss, wie meine aktuelle Zeit und der KM-Durchschnitt ist.
Die ersten Kilometer sind bei dieser Art Laeufen immer etwas anstrengend, da hier noch alle zusammen laufen und sich gleiches Tempo erst finden muss.
Viele der Laeufer_innen warfen Bekleidungsstuecke an den Strassenrand, da sie beim Start nicht so frieren wollten wie ich und diese nicht abgegeben hatten. Offensichtliche Haendlergruppen warteten bereits und bergeweise Sportbekleidung wechselte die Besitzer.
Der Lauf selbst ist ausgesprochen gut und wuerdig organisiert. Es gibt alle 2.5km Getraenke und in regelmaessigen Abstaenden Verpflegung, Erfrischungsschwaemme und sonstige Aufmerksamkeiten. Freundliches Publikum steht am Rand und ich fuehlte mich angefeuert, ganz im Gegensatz zu Laeufen hierzulande, wo mich das Kartoffelpublikum eher nervt. Ich hatte mir in meiner Phantasie allerdings auch eine kleine KKE-Organisation mit Fahnen manifestierend am Wegesrand ausgemalt, denen ich die Faust zum Grusse schwenken und ein paar froehliche Parolen zurufen haette koennen. Das wurde aber leider nicht erfuellt.
Die Strecke selbst ist eher unattraktiv. Waehrend es am Anfang eher landstrassenartig durchs Gebuesch geht, kommen mit zunehmender Naehe zu Athen Baumaerkte und Einkaufszentren ins Panorama. Vom Meer oder gar spektakulaeren Bauten ist nichts zu sehen, der historische Bezug leidet etwas darunter.
Ich setzte auf Eigenverpflegung und hatte mir zwei gute dm-Riegel und 2 Gelpacks mitgenommen und auch fast aufgegessen. Zweimal habe ich mir Wasser reichen lassen und zweimal ein Isotonisches Getraenk.
Auch mein taktischer Plan ging auf. Meine Halbmarathon-Zeit war unter 1:50h, was mich optimistisch Richtung 3:45 h blicken liess. Zugegebenermassen habe ich bis dahin mit dem Gedanken gespielt, auch eine Zeit unter 4:00 h als Erfolg zu akzeptieren.
Irgendwann wurde mir dann allerdings klar, dass ich mich beim Zeitplan zu meinen Gunsten verrechnet hatte, was mich zusaetzlich motivierte.
Als bei KM 32 der Zenit der Streckenhoehe ueberschritten war, konnte ich auch das Tempo anziehen. Bei KM 37 schliesslich warf ich meinen Nummerngurt, den ich zum Verstauen der Riegel und Gels benutzt hatte, plakativ an den Strassenrand, um durch die Befreiung von diesem unglaublichen Ballast das Tempo noch einmal erhoehen zu koennen.
Diese letzten Kilometer nahm ich gar nicht mehr richtig war. Der Einlauf ins Panathinaikon Stadion war triumphal. Ich hatte mich durch fast alle Startbloecke nach vorn gelaufen und liess mich zu einem emotionalen Ausbruch bei Uberqueren der Ziellinie, Erheben der Faust gen Himmel, was normalerweise nicht zu meinem Repertoire gehoert. Meine Zeit liegt unter 3:40h.
Waehrend ich waehrend des Laufes mir relativ fit vorkam und einbilde, dass ich noch 10 km weiter haette laufen koennen, spuerte ich nun sehr starke Erschoepfung. Ausserdem bemerkte ich erst jetzt, dass ich einen Fuss blutig gelaufen und meinen Schuh verfaerbt hatte. Zwei Zehennaegel sind inzwischen blau und es besteht die Moeglichkeit, dass sie sich abloesen.
Bis Mittwoch hatte ich Muskelkater, langsam verspuere ich allerdings wieder den Wunsch nach koeperlicher Betaetigung.
Nach so langer Trainingsvorbereitung ist es fuer mich mental zumindest seltsam, das Ziel erreicht und damit auch den Druck abgeworfen zu haben.
Mein naechstes sportliches Ziel ist der Tristar 111 Triathlon in Berlin im Juli.

17:58
Nov/17/2011 185843
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