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January 27 2012
January 20 2012
January 18 2012
January 17 2012
January 16 2012
January 15 2012
January 11 2012
Mit der Mauer fielen auch unsere Stars (3)
January 10 2012
das Empfangsgebäude wurde Ende 2004 abgerissen.
December 29 2011
Warum nur dieser Hass?
December 25 2011
December 10 2011
December 09 2011
December 03 2011
my free baerchen-farm (2)
Einen Tag nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Der Baer will ans Tageslicht. Ein deutlicher Riss am unteren Ende der Bruthoehle. Winnie Puch draengt es zu den Genossen!
Im Dienst der Wissenschaft werden hier weder Kosten noch Muehe gescheut und modernste Filmtechnik eingesetzt. Kein Detail des wunderbaren Vorgangs bleibt verborgen!
December 01 2011
my free baerchen-farm (1)
Heute beginnt die angekuendigte und mit Spannung erwartete Baerchenzucht. Die Anleitung auf der Verpackung ist ja recht eindeutig. Ei ausgepackt, ins Wasser stecken und auf das dicke Kind warten. Die Erfahrungen aus dem letzten Versuch lehrten uns aber, dass wir etwas mehr Geduld haben muessen als die angekuendigten 3 Tage bis zur vollstaendigen Entfaltung. Baeren sind ja bekanntlich auch eher Nesthocker.
Das im Hintergrund sind natuerlich die Genossen Thaelmann und Lenin, unter ihren wachsamen Augen kann ja nicht mehr so viel schiefgehen. Hier gehts ja schliesslich nur um das Aufpeppeln der Baerenqualle und nicht um utopische Gesellschaftsentwuerfe.
November 23 2011
November 21 2011
November 19 2011
Heute 15.00 Uhr U-Bahnhof Samariterstrasse
Silvio-Meier-Demo
Samstag | 19. November | 15 Uhr | U-Bhf. Samariter Straße
http://www.antifa-berlin.info/silvio-meier11/
http://www.antifa.de/cms/content/view/1777/32/
November 17 2011
26.2
Die Urspruenge des modernen Marathonlaufs gehen auf die Legende zurueck, nach der ein Athener nach der Schlacht gegen die Perser bei Marathon nach Athen gelaufen sei und dort mit den Worten ‘Wir haben gesiegt’ tot zusammenbrach. Die Geschichte ist bis auf den Sieg der Athener frei erfunden, die Laenge des Weges, den der Bote zuruecklegen musste, lag auch nur bei ca. 34km.
Bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen 1896 wurde der Marathonlauf ueber eine Distanz von 40km ausgetragen, da dieser an der Strasse am Meer entlang fuehrte.
Die heutige Streckenlaenge von 42,195km ist der Eitelkeit des englischen Koenigshauses geschuldet, welches den Lauf bei der Olympiade 1908 am Schloss Windsor entlang fuehren liess und darum die Verlaengerung benoetigte.
Waehrend fuer Hobbysportler wie mich gemeinhin die 4:00h als Schallgrenze fuer die Absolvierung des Laufs gelten, liegt der aktuelle Weltrekord der Maenner bei 2:03. Soweit die Vorgeschichte zur Geschichte.
Seit geraumer Zeit laufe ich und habe in den letzten 4 Jahren an ca. 15 Halbmarathons und mehrere 25km-Wettkaempfen teilgenommen. Mein Trainingspensum war allerdings eher mittelmaessig und so waren auch die Ergebnisse nicht wirklich ueberragend.
Nachdem ich im letzten Jahr schon mit dem Gedanken gespielt hatte, beim Marathon in Warschau mitzulaufen, musste es dieses Jahr sein. Wir werden ja alle nicht juenger.
Ich zog ab Anfang des Jahres die Trainingsfrequenz an. Ich bin im Januar nach Portugal gefahren, um zu laufen und habe ab ca. Ende Mai einen strengen Trainingsplan absolviert. Ich bin mindestens 4 Mal die Woche gelaufen und zusaetzlich laengere Strecken mit dem Rennrad gefahren und geschwommen. Parallel habe ich mich ausgesprochen ausgewogen ernaehrt und keinen Alkohol getrunken, dem ich vorher eher zugeneigt war.
Meine Zeiten wurden mit zunehmender Trainingsdauer deutlich besser, bei meinen letzten Halbmarathon im September war ich 20 Minuten schneller als im Maerz beim Vattenfall Halbmarathon. Allerdings war der Maerzlauf einer meiner schlechteren Laeufe, was den Trainingsschub aber nicht mindern soll.
Ich tracke meine Trainingseinheiten mit einer GPS-Anwendung und habe mir dort auch ein Programm erstellen lassen, welches auf eine Marathonzeit von 3:45h abzielt. Das hielt ich allerdings fuer zu ambitioniert. Ein hochgestecktes Ziel motiviert mich aber eher.
Das Trainingskonzept steigert die Laufdistanz in Wochenendlaeufe bis auf 33km 3 Wochen vorm Marathontermin und versucht, durch verschiedene Intervalllaeufe in der Woche, Tempohaerte zu erzielen. Im Gegensatz zu den uebrigen virtuellen Teilnehmer_innen war ich ein fast vorbildlicher Absolvent und habe bis auf wenige Ausnahmen fast alle Einheiten absolviert. Hin und wieder geriet der Trainingsplan in Konflikte mit Radtouren, die ich am Wochenende ebenfalls fahren wollte.
Es gab mehrere Ungewissheiten fuer meine Teilnahme am Athens Classic Marathon. Ich machte mir im Vorfeld vor allem Sorgen wegen des Wetters, welches in Griechenland auch im November durchaus noch zu warm zum laufen sein kann. Ausserdem ist die Strecke recht anspruchsvoll, da es bis zu km 31 fast ausschliesslich und teilweise erheblich bergauf geht. Und natuerlich die Geschichten vom sprichwoertlichen Holzhammer, der bei Kilometer 35 kommen soll und bei dem meditative Faehigkeiten verlangt werden, um weiterlaufen zu koennen.
Um es vorwegzunehmen: Der Hammer kam nicht. Ich habe zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise daran gedacht, den Lauf abzubrechen und bin teilweise euphorisiert gelaufen. Die letzten 10 Km waren meine Schnellsten der Gesamtstrecke.
Das Wetter war so ungewoehnlich kalt, dass ich beim Start so fror und einen Krampf im Kiefer bekam. Hoert sich albern an, ist aber unangenehm. Es ging fast allen startenden ca. 8500 Laeufer_innen aehnlich, von denen spaeter 6700 ins Ziel kommen sollten.
Aus nicht nachvollziehbaren Gruenden war ich im letzten Startblock eingeteilt, was Zufall sein kann, da ich auch keine Logik bei den anderen Leuten im Block erkennen konnte. Es wurde in Intervallen in 7 Bloecken im Abstand von je 4 Minuten gestarted. Ich stand weit hinten und war einer der letzten, die in Marathon losliefen. Dementsprechend war meine erste Minute sehr schlecht.
Vorher hatte ich mir verschiedene Taktiken zurechtgelegt. Die sichere waere, sehr langsam zu beginnen und dann mittelmaessig durchzulaufen, um das Ziel zu erreichen. Die riskantere war, von Anfang an auf eine Kilometerzeit von <=5 Minuten zu laufen und die Gefahr in Kauf zu nehmen, spaeter etwas langsamer zu werden und bergab auf Tempo zu setzen. Ich entschied mich fuer Risiko.
Vorher hatte ich mir die Zeiten ausgerechnet, die ich fuer die angestrebten 3:45h gebraucht haette und mich mangels Excelfaehigkeiten verrechnet. So ging ich irrtuemlich von 5:05 Min/Km aus, die ich fuer diese Zeit gebraucht haette. Ich tracke den Lauf per GPS und weiss, wie meine aktuelle Zeit und der KM-Durchschnitt ist.
Die ersten Kilometer sind bei dieser Art Laeufen immer etwas anstrengend, da hier noch alle zusammen laufen und sich gleiches Tempo erst finden muss.
Viele der Laeufer_innen warfen Bekleidungsstuecke an den Strassenrand, da sie beim Start nicht so frieren wollten wie ich und diese nicht abgegeben hatten. Offensichtliche Haendlergruppen warteten bereits und bergeweise Sportbekleidung wechselte die Besitzer.
Der Lauf selbst ist ausgesprochen gut und wuerdig organisiert. Es gibt alle 2.5km Getraenke und in regelmaessigen Abstaenden Verpflegung, Erfrischungsschwaemme und sonstige Aufmerksamkeiten. Freundliches Publikum steht am Rand und ich fuehlte mich angefeuert, ganz im Gegensatz zu Laeufen hierzulande, wo mich das Kartoffelpublikum eher nervt. Ich hatte mir in meiner Phantasie allerdings auch eine kleine KKE-Organisation mit Fahnen manifestierend am Wegesrand ausgemalt, denen ich die Faust zum Grusse schwenken und ein paar froehliche Parolen zurufen haette koennen. Das wurde aber leider nicht erfuellt.
Die Strecke selbst ist eher unattraktiv. Waehrend es am Anfang eher landstrassenartig durchs Gebuesch geht, kommen mit zunehmender Naehe zu Athen Baumaerkte und Einkaufszentren ins Panorama. Vom Meer oder gar spektakulaeren Bauten ist nichts zu sehen, der historische Bezug leidet etwas darunter.
Ich setzte auf Eigenverpflegung und hatte mir zwei gute dm-Riegel und 2 Gelpacks mitgenommen und auch fast aufgegessen. Zweimal habe ich mir Wasser reichen lassen und zweimal ein Isotonisches Getraenk.
Auch mein taktischer Plan ging auf. Meine Halbmarathon-Zeit war unter 1:50h, was mich optimistisch Richtung 3:45 h blicken liess. Zugegebenermassen habe ich bis dahin mit dem Gedanken gespielt, auch eine Zeit unter 4:00 h als Erfolg zu akzeptieren.
Irgendwann wurde mir dann allerdings klar, dass ich mich beim Zeitplan zu meinen Gunsten verrechnet hatte, was mich zusaetzlich motivierte.
Als bei KM 32 der Zenit der Streckenhoehe ueberschritten war, konnte ich auch das Tempo anziehen. Bei KM 37 schliesslich warf ich meinen Nummerngurt, den ich zum Verstauen der Riegel und Gels benutzt hatte, plakativ an den Strassenrand, um durch die Befreiung von diesem unglaublichen Ballast das Tempo noch einmal erhoehen zu koennen.
Diese letzten Kilometer nahm ich gar nicht mehr richtig war. Der Einlauf ins Panathinaikon Stadion war triumphal. Ich hatte mich durch fast alle Startbloecke nach vorn gelaufen und liess mich zu einem emotionalen Ausbruch bei Uberqueren der Ziellinie, Erheben der Faust gen Himmel, was normalerweise nicht zu meinem Repertoire gehoert. Meine Zeit liegt unter 3:40h.
Waehrend ich waehrend des Laufes mir relativ fit vorkam und einbilde, dass ich noch 10 km weiter haette laufen koennen, spuerte ich nun sehr starke Erschoepfung. Ausserdem bemerkte ich erst jetzt, dass ich einen Fuss blutig gelaufen und meinen Schuh verfaerbt hatte. Zwei Zehennaegel sind inzwischen blau und es besteht die Moeglichkeit, dass sie sich abloesen.
Bis Mittwoch hatte ich Muskelkater, langsam verspuere ich allerdings wieder den Wunsch nach koeperlicher Betaetigung.
Nach so langer Trainingsvorbereitung ist es fuer mich mental zumindest seltsam, das Ziel erreicht und damit auch den Druck abgeworfen zu haben.
Mein naechstes sportliches Ziel ist der Tristar 111 Triathlon in Berlin im Juli.
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