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March 19 2010

olibani
18:40

March 15 2010

olibani
22:43

Der Mc unter den Fits

Den Hinweisen aus den Kommentaren vom letzten Fitness-Bericht folgend, war ich letzte Woche mal dort, wo jede/r preisbewusste Freizeitsportler_in vermutlich irgendwann ankommt: McFit, die Fabrik der proletarischen Koerperertuechtigung. Beim Anblick der wabernen Menschenmassen fuehlt man sich taetsaechlich an eine Fabrik erinnert. Um es vorwegzunehmen: Die Herren Doktoren Klitschko waren nicht da und einen Sandsack gibt es auch nicht. In den Genuss eines kostenlosen Probetraining zu kommen ist allerdings denkbar einfach. Ohne Termin und nervige Trainerbegleitung bedeutet das, einfach hinzugehen, die Frage nach Erfahrung im Umgang mit Fitnessgeraetschaften zu bejahen und dann sich unter die waberne Sportmasse zu mischen. Kontrolle oder Zeitbegrenzung gibt’s nicht. Was natuerlich die besonders sparsame Variante ins Spiel bringt, das nacheinander bei allen 20 oder 30 Mcfits in Berlin zu machen und dann wieder von vorn zu beginnen. Damit Du auch richtig merkst, dass Du Dich nun ganz unten in der Wertschoepfungskette der Koerpervermarktung befindest, musst Du ein Vorhaengeschloss mitbringen. Damit wird der Schrank verschlossen. Es geht also immer noch etwas primitiver, was ich nach American Fitness mit dem 60er-Jahre-Schranksystem eigentlich kaum fuer moeglich hielt. Verlierst Du den Schluessel oder streikt Dein Vorhaengeschloss, hast Du ein privates Problem. Support durch die Fabrik-Aufsicht ist neben kostenintensiven Schliesssystem-Schnickschnack somit auch direkt wegrationalisiert. Fuer Wertsachen gibt es uebrigens extra kleine und beaufsichtigte Schliessfaecher (noch ein Schloss mitbringen) direkt neben dem Eingang. Da an jedem zweiten Umkleideschrank der Hinweis haengt, Wertsachen nicht in diesen zu lassen, vermute ich einen ernsthaften Grund fuer diese Klau-Paranoia. Erfahrung im Umgang mit Fitnessgeraeten bedeutet bei mir uebrigens, ich weiss, dass ich irgendwo dran ziehen oder druecken muss, gucke mir an, was die anderen so machen und turne es nach. Eventuell lese ich mir noch den kleinen Zettel am Geraet durch. Die Auswahl an verschiedenenartigen Maschinen in der Fintnessfabrik ist allerdings sehr ueberschaubar, von allen Typen sind mehrere vorhanden. Da es gegen 19.00 Uhr sehr voll war, war gewisse Flexibilitaet im Ablaufplan noetig. Da ich kein richtiges Trainingsprogramm habe, reicht mir das aber. Als demografischer Ueberblick ueber die waberne Masse seien die Eckpunkte genannt: hoher Anteil Nichtdeutscher, hoher Frauenanteil, kaum Stresstypen, keine nervigen Paerchen. Also positiv, nicht unbedingt erwartungsgemaess. Es wird fleissig Sport getrieben und damit hat sich das. Sinnlose Kurse sind im Preis nicht inklusive, weil es einfach keine gibt. Duschen muss uebrigens extra bezahlt werden. In meinem Fall natuerlich ‘muesste’, da ich diese exzessive Koerperreinigung fuer eine kleinbuergerliche Marotte halte. Parken ist zumindest bei Mcfit am Moritzplatz direkt vor der Tuer ohne zusaetzliche Kosten moeglich. Es wurde uebrigens auch nicht versucht, mir irgendeinen Vertrag aufzudraengeln. Ich wurde das aber eher darauf zurueckfuehren, dass die Leute an der Fabrik-Aufsicht einfach den Ueberblick verloren haben. Ergo: Umgebungsvariablen im Verhaeltnis zum Preis stimmen, ich denke darueber nach.

March 14 2010

olibani
18:43
olibani
16:06

baerchens marzahnrunde im schnee

User:Olibani
Category:Running
Start:14/03/2010 14:45
Finish:14/03/2010 15:56
Duration:01:11:38
Distance:12.32 km
Min Speed:5.51 km/h
Avg Speed:10.32 km/h
Max Speed:21.06 km/h
Avg Pace:05:48 mins/km
Min Elevation:63m
Max Elevation:107m
Total Ascent:246m
Total Descent:252m
Calories:1140

March 13 2010

olibani
22:42

b.b.m.

Als Leonid Iljitsch Breschnew im November 1982 starb, nahm er nach vielen, unendlich erscheinenden Jahren an der Spitze der UdSSR und des Ostblocks eine eher ruhige Etappe in deren Geschichte mit ins Grab an der Kremlmauer. Der aussenpolitischen Vorteil, den sich die Staaten des Warschauer Vertrages durch die Niederlage des Imperialismus in Vietnam, einem farblosen US-Praesidenten Jimmy Carter und den Beitritt zahlreicher nationaler Befreiungsbewegungen zum sozialistischen Weltsystem verschafften, konnte in den spaeten 70er und 80er Jahren in innenpolitische Beschaulichkeit umgesetzt werden. Diese Stagnation hatte viele schoene Seiten. So hatte zwar nicht jeder ein Auto, der gern eins wollte oder musste 10 Jahre auf ein solches warten, aber dafuer gab es Parkplaetze fuer alle. Die Inkarnation des Gegners jeglicher Veraenderungen und damit groessten Fan der Stagnation, Klaus Peters Vater, war dieser Ueberfluss Grund genug, ein Stueck Strassenland als ’seinen’ Parkplatz zu betrachten und dieses auch zu verteidigen. Als Angehoeriger der bewaffneten Organe hatte er im Kleinkrieg gegen nachbarschaftliche Eindringlinge ganz klar die besseren Karten. Heute mag das laecherlich erscheinen, im kleinbuergerlichen Mief der sozialistischen Haelfte Deutschland war das allerdings alles andere als ungewoehnlich. Breschnews Fellmuetze war ausgesprochen beliebt. Nicht nur Erich Honecker und Klaus Peters Vater besassen ein solches Modell, es gibt auch ein Foto vom minderjaehrigen Klaus Peter, auf welchen er die sehr kleine bronzende Baerenstatue im Tierpark Berlin nur mit Hilfe dieser Fellmuetze ueberragt. Ob Breschnews politischer Nachfolger Juri Wladimirowitsch Andropow ebenfalls eine solche Muetze besass, ist sehr wahrscheinlich, entzieht sich aber der Erinnerung. Andropow war der Mann mit der strengen Nerdbrille. Aenderungen waren vom Ex-KGB-Chef nicht zu erwarten. Allerdings starb auch er nach knapp 1,5 Jahren im Amt. Von seinem Nachfolger ist nicht einmal in Erinnerung geblieben, ob er denn ueberhaupt eine Brille hatte. Konstantin Ustinowitsch Tschernenko ueberlebte das Amt den maechtigsten Mannes der oestlichen Hemisphaere kein ganzes Jahr. Sein Ableben sorgte hinter vorgehaltener Hand Klaus Peters Mitschueler zur Erheiterung und dummen Witzen. Klaus Peter war hauptsaechlich genervt, da er zu dieser Zeit den verantwortungsvollen Posten des Wandzeitungsredakteurs bekleidete und entgegen jeglicher Regeln der Stagnation haeufig umdekorieren musste. Von einer echten Stagnation kann bei diesen vielen abrupten personellen Veraenderungen ohnehin keine Rede sein. Als Klaus Peters Klasse im Sommer 1985 eine Fahrt nach Kiew, die Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik, unternahm, gehoerte zu den wesentlichsten und spuerbarsten Neuerungen, die der neue Partei- und Staatschef Michail Sergejewitsch Gorbatschow durchgesetzt hatte, das allumfassende Alkoholverbot. Ausserhalb des Hotels Alkohol zu bekommen war unmoeglich und innerhalb diesen aus verschiedenen Gruenden ausgesprochen schwierig. Zum einen war die Gefahr der Entdeckung in der Naehe der Begleitpersonen ungleich hoeher, das Angebot im Hotel eingeschraenkt und die Preise wie in gastronomischen Einrichtungen ueblich fuer ostdeutsche Schueler fast unerschwinglich. In Klaus Peters Erinnerung wird dieser Alkoholmangel maessig ausgeglichen durch Einladungen einer Gruppe amerikanischer Studenten im gleichen Hotel, welche allerdings vornehmlich an weiblichen Mitschuelerinnen ausgesprochen wurden. Gorbatschow hat also durch sein unmotiviertes Alkoholverbot nicht nur das Ende des Sozialismus eingelaeutet, sondern auch irgendwie Klaus Peters Klassenfahrt um einiges an Attraktivitaet beraubt. Im rassistischen Vorurteil der Ostdeutschen zu jener Zeit war ein Russe uebrigens einer, der staendig besoffen war. Das der statistische Pro-Kopf-Alkohol-Konsum der DDR hoeher als der in der Sowjetunion war, wurde mit Schwarzbrennerei oder dem Genuss von Ersatzsubstanzen, wie beispielsweise Koelnisch Wasser, begruendet. Gobatschows Alkoholverbot naehrte dieses Stigma. In diesem Kontext moegen im Nachhinein auch die Gorbi-Buttons, welche von DDR-Dissidenten als Manifest ihrer Unbotmaessigkeit gegenueber den Staatsorganen getragen wurden, eigenartig ambivanlent erscheinen. Wie sich die DDR-Staatorgane zu den Buttons verhalten haben, ist Klaus Peter uebrigens nicht bekannt, da er keinen trug. Getragen haben den allerdings durchaus Punker in der KvU auf Lederjacken neben anarchistischen Zeichen und im Zustand der Volltrunkenheit. Die Botschaft von dessen allumfassenden Alkoholverbot war bis zu ihnen offensichtlich noch nicht vorgedrungen.
olibani
16:26

March 10 2010

olibani
21:32

ancient tradition

Wie langweilig ist es eigentlich, zum dritten Mal in Folge zu bloggen, dass es Anfang Maerz ist und Ende des Monats der beruehmte Berliner Halbmarathon der postfaschistischen Volksportgemeinschaft und ich so irre aufgeregt, weil ich da mit renne und mir eine exravangante Zeit vorgenommen habe und mir neue Klamotten und geile Laufschuhe gekauft und ueberhaupt?

Die Anwort ist einfach: So langweilig wie das taegliche Einerlei. Darum blogge ich es auch. Zum dritten Mal. Bin scheisse vorbereitet. Erst letzte Woche mit lockerem Training begonnen seit Dezember. Die Zeit wird unterirdisch. Ich laufe trotzdem. So wie ich es blogge.

Den Spaetkauf an der Ecke wuerde ich uebrigens aus der Liste der Schuldigen streichen. Darum mache ich mal an dieser Stelle Werbung fuer Mey’s Back-Kaffee-und-Mehr-Shop. Guter Laden.

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olibani
16:23

Melde mich freiwillig in der Reihe der nur ganz peripher Schuldigen.

Ich bin schuld. Wirklich. Zwar nicht an dem was ich hier beantworten möchte, aber daran, dass mehr Antworten auf sich warten lassen. Das tut mir Leid, ist aber zwei Umständen geschuldet, für die ich nichts kann. Da wäre erstens eine Beanspruchung meiner Arbeitskraft durch meinen Chef, ein durchschnittliches Kapitalistenarsch, und andererseits die Tatsache, dass ich ganz schrecklich uninspiriert bin.

Ungefähr 20 Ansätze wer denn nun schuld sei hab ich in den letzten Wochen verworfen, nicht weil es Gründe gäbe sie in Schutz zu nehmen, weil mir einfach die richtigen Worte nicht eingefallen sind um auch den Rest der Welt von der (Nicht)schuld zu überzeugen. Und das ist ja immer noch das Hauptziel dieser Veranstaltung. Aufgegeben hab ich nicht und aufgrund sich verändernder mikrogesellschaftlicher Strukturen, man könnte es auch mein Leben nennen, aber das wäre langweilig, bin ich ganz zuversichtlich bald aus folgender Reihe von Schuldigen eine oder mehrere anzuklagen:

Neoliberale, Guido Westerwelle, Antideutsche, Antiimps, Frauenbewegung, Maskulinisten, Neokonservative, Oldschoolkonservative, Angela Merkel, Gangster-Rapper, Blogs, die ALB, Großkonzerne, Kleinkonzerne, Österreicherinnen, Deutsche, die taz-Redaktion, Coca-Cola, der Späti bei mir an der Ecke, Wein, Deutsche Telekom, VoKüs, to be weitergehend.

In der Zwischenzeit mach ich ein wenig Werbung, und zwar für mich:

Besucht doch mal AWESOME, das ist ein tolles Blog, das garantiert nur für Lachkrämpfe, Ausrufe der Bewunderung und Illustration der Schuldigen verantwortlich gemacht werden kann.

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March 07 2010

olibani
19:42
olibani
17:04

volkspark runde wie immer

User:Olibani
Category:Running
Start:07/03/2010 16:02
Finish:07/03/2010 16:53
Duration:00:50:42
Distance:9.54 km
Min Speed:6.6 km/h
Avg Speed:11.29 km/h
Max Speed:206.72 km/h
Avg Pace:05:18 mins/km
Min Elevation:2m
Max Elevation:85m
Total Ascent:190m
Total Descent:105m
Calories:882

March 06 2010

olibani
20:08

March 05 2010

olibani
20:01

volkspark red light

User:Olibani
Category:Running
Start:05/03/2010 19:05
Finish:05/03/2010 19:56
Duration:00:51:08
Distance:9.06 km
Min Speed:12.73 km/h
Avg Speed:10.63 km/h
Max Speed:33.02 km/h
Avg Pace:05:38 mins/km
Min Elevation:0m
Max Elevation:0m
Total Ascent:0m
Total Descent:0m
Calories:839

March 03 2010

olibani
19:03
olibani
19:01

March 02 2010

olibani
20:17

volkspark easthain/ kma/ southside

User:Olibani
Category:Running
Start:02/03/2010 19:15
Finish:02/03/2010 20:07
Duration:00:51:48
Distance:9.47 km
Min Speed:6.17 km/h
Avg Speed:10.97 km/h
Max Speed:126.52 km/h
Avg Pace:05:28 mins/km
Min Elevation:62m
Max Elevation:85m
Total Ascent:58m
Total Descent:39m
Calories:876

March 01 2010

olibani
21:45

never looked so analog

Also mich hat freundlicherweise matze auf dieses Highlight unter der Sonne der iphone-Apps hingewiesen. Hipstamatic – digitale Vintage-Fotografie und ausserdem ein ausgesprochen cleveres modulares Geschaeftsmodell, auf welches ich schon mehrfach hereingefallen bin. Und wie Sie sehen, verehrte Leser_innenschaft, wird hier noch der echte Sozialismus gereicht und getrunken.
photo

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olibani
20:47

February 28 2010

olibani
19:41

b.b.m.

Als Leonid Iljitsch Breschnew im November 1982 starb, nahm er nach vielen, unendlich erscheinenden Jahren an der Spitze der UdSSR und des Ostblocks eine eher ruhige Etappe in deren Geschichte mit ins Grab an der Kremlmauer. Der aussenpolitischen Vorteil, den sich die Staaten des Warschauer Vertrages durch die Niederlage des Imperialismus in Vietnam, einem farblosen US-Praesidenten Jimmy Carter und den Beitritt zahlreicher nationaler Befreiungsbewegungen zum sozialistischen Weltsystem verschafften, konnte in den spaeten 70er und 80er Jahren in innenpolitische Beschaulichkeit umgesetzt werden.

Diese Stagnation hatte viele schoene Seiten. So hatte zwar nicht jeder ein Auto, der gern eins wollte oder musste 10 Jahre auf ein solches warten, aber dafuer gab es Parkplaetze fuer alle. Die Inkarnation des Gegners jeglicher Veraenderungen und damit groessten Fan der Stagnation, Klaus Peters Vater, war dieser Ueberfluss Grund genug, ein Stueck Strassenland als ’seinen’ Parkplatz zu betrachten und dieses auch zu verteidigen. Als Angehoeriger der bewaffneten Organe hatte er im Kleinkrieg gegen nachbarschaftliche Eindringlinge ganz klar die besseren Karten.

Heute mag das laecherlich erscheinen, im kleinbuergerlichen Mief der sozialistischen Haelfte Deutschland allerdings alles andere als ungewoehnlich.

Breschnews Fellmuetze war ausgesprochen beliebt. Nicht nur Erich Honecker und Klaus Peters Vater besassen ein solches Modell, es gibt auch ein Foto vom minderjaehrigen Klaus Peter, auf welchen er die sehr kleine bronzende Baerenstatue im Tierpark Berlin nur mit Hilfe dieser Fellmuetze ueberragt.

Ob Breschnews politischer Nachfolger Juri Wladimirowitsch Andropow ebenfalls eine solche Muetze besass, ist sehr wahrscheinlich, entzieht sich aber der Erinnerung. Andropow war der Mann mit der strengen Nerdbrille. Aenderungen waren vom Ex-KGB-Chef nicht zu erwarten. Allerdings starb auch er nach knapp 1,5 Jahren im Amt. Von seinem Nachfolger ist nicht einmal in Erinnerung geblieben, ob er denn ueberhaupt eine Brille hatte.

Konstantin Ustinowitsch Tschernenko ueberlebte das Amt den maechtigsten Mannes der oestlichen Hemisphaere kein ganzes Jahr.

Sein Ableben sorgte hinter vorgehaltener Hand Klaus Peters Mitschueler zur Erheiterung und dummen Witzen. Klaus Peter war hauptsaechlich genervt, da er zu dieser Zeit den verantwortungsvollen Posten des Wandzeitungsredakteurs bekleidete und entgegen jeglicher Regeln der Stagnation haeufig umdekorieren musste. Von einer echten Stagnation kann bei diesen vielen abrupten personellen Veraenderungen ohnehin keine Rede sein. Als Klaus Peters Klasse im Sommer 1985 eine Fahrt in die Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik Kiew unternahm, gehoerte zu den wesentlichsten und spuerbarsten Neuerungen, die der neue Partei- und Staatschef Michail Sergejewitsch Gorbatschow durchgesetzt hatte, das allumfassende Alkoholverbot. Ausserhalb des Hotels Alkohol zu bekommen war unmoeglich und innerhalb diesen aus verschiedenen Gruenden ausgsprochen schwierig. Zum einen war die Gefahr der Entdeckung in der Naehe der Begleitpersonen ungleich hoeher, das Angebot im Hotel eingeschraenkt und die Preise wie in gastronomischen Einrichtungen ueblich fuer ostdeutsche Schueler fast unerschwinglich. In Klaus Peters Erinnerung wird dieser Alkoholmangel maessig ausgeglichen durch Einladungen einer Gruppe amerikanischer Studenten im gleichen Hotel, welche allerdings vornehmlich an weiblichen Mitschuelerinnen ausgesprochen wurden.

Gorbatschow hat also durch sein unmotiviertes Alkoholverbot nicht nur das Ende des Sozialismus eingelaeutet, sondern auch irgendwie Klaus Peters Klassenfahrt um einiges an Attraktivitaet beraubt.

Im rassistischen Vorurteil der Ostdeutschen zu jener Zeit war ein Russe uebrigens einer, der staendig besoffen war. Das der statistische Pro-Kopf-Alkohol-Konsum der DDR hoeher als der in der Sowjetunion war, wurde mit Schwarzbrennerei oder dem Genuss von Ersatzsubstanzen, wie beispielsweise Koelnisch Wasser, begruendet. Gobatschows Alkoholverbot naehrte dieses Stigma.

In diesem Kontext moegen im Nachhinein auch die Gorbi-Buttons, welche von DDR-Dissidenten als Manifest ihrer Unbotmaessigkeit gegenueber den Staatsorganen getragen wurden, eigenartig ambivanlent erscheinen. Wie sich die DDR-Staatorgane zu den Buttons verhalten haben, ist Klaus Peter uebrigens nicht bekannt, da er keinen trug.

Getragen haben den allerdings durchaus Punker in der KvU auf Lederjacken neben anarchistischen Zeichen und im Zustand der Volltrunkenheit.

Die Botschaft von dessen allumfassenden Alkoholverbot war bis zu ihnen offensichtlich noch nicht vorgedrungen.


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olibani
16:13

volkspark fhain winterschlaf

User:Olibani
Category:Running
Start:28/02/2010 15:42
Finish:28/02/2010 16:01
Duration:00:18:49
Distance:3.5 km
Min Speed:6.31 km/h
Avg Speed:11.16 km/h
Max Speed:23.7 km/h
Avg Pace:05:22 mins/km
Min Elevation:68m
Max Elevation:90m
Total Ascent:78m
Total Descent:76m
Calories:324

February 24 2010

olibani
18:18
Where are we
35 of 365 - feels like a mid west town in the American summer, it's not
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